Schulkinder besuchen alte Dorfschule

Foto: Bernd Müller
Foto: Bernd Müller

Die Bildungseinrichtung ihrer Vorfahren besuchten jetzt die Kinder der beiden gemischten Eingangsklassen der Katholischen Grundschule und waren damit im Heimathaus, der ehemaligen Volksschule für eine etwas andere Unterrichtsstunde zu Gast.

Ausgestattet mit großen Zeichenblocks unter dem Arm und in Begleitung der beiden Lekrkräfte Bernd Müller und Silvia Vukovic trafen sie auf dem "Schulhof" ein und bekamen gleich als Aufgabe gestellt, das frühere Schulgebäude zu Papier zu bringen und möglichst originalgetreu nachzuzeichnen. Schnell nahmen die Kids dabei auf die vorhandenen Bänke rund um das Haus in Beschlag, hockten auf den Plasterflächen oder nahmen den Grillpavillon als Zeichentisch und richteten die Augen abwechselnd zum Gebäude und auf den Zeichenblock. Mit Malstiften ging es dann richtig zur Sache und was da an künstlerischen Werken enststand gab mal mehr oder mal weniger durchaus das ehemalige Schulgebäude in seinen Umrissen wieder Dabei sollten natürlich auch die Proportionen mit den Wänden und dem Dach in seiner besonderen Art zueinander passen und stolz war man schließlich über das gute Gelingen der Nachwuchszeichnerinnen die damit förmlich über sich hinausgewachsen waren.

Das alles will man erst einmal ein wenig archivieren, denn schließlich feiert die Schule im September mit dem Orts- und Heimatvereinsjubiläum auch ihr hundertjähriges Bestehen und will sich dazu enstsprechend mit einbringen. Natürlich war man auch auf das Innere des Hauses gespannt und da erklärte Bernhard Voßkühler vom Heimatverein den Kindern die Räumlichkeiten, wie sie früher ausgestattet und eingerichtet waren. Auch anhand von Bildern einzelner Schulklassen konnten vergleiche zu heute gezogen werden und da waren die Schulkinder doch ein wenig anders gekleidet als heute, meinte denn auch Johanna Meis und Leandra Teicher wunderte sich, das acht Jahrgänge in einem Klassenraum unterrichtet wurden.

Ganz komisch kam Rebecca Liemann vor, das die Kinder den Torf zum Heizen selbst aus einem nahen Schuppen in den Klassenraum holen mußten und welche Schulbänke es denn früher gegeben hat, wollten wieder andere wissen. Neugierig und wissensdurstig wie auch mit voller Begeisterung dabei waren die einzelnen Gruppen und bei den Erläuterungen blieb Bernhard Voßkühler den Kindern keine Antwort schuldig. Da wurden auch Vergleiche unter den Kindern gezogen, wie "ihre" Schule dann doch aussieht und wie es früher gewesen ist. Auch über den Torfabbau und die Verwendung dieses Materials ließen sich die Kleinen aufklären und waren dabei an jedes Detail in den Räumen des jetzigen Heimathauses interessiert.

Das hat richtig Spaß gemacht, äußerte sich auch Vivien Kröger über die einmal etwas andere Unterrichtsstunde und nun will man das Ganze im täglichen Unterricht einbauen und besonders in diesem Jubeljahr mit Schuljubiläum die eine oder andere Möglichkeit aus der Entstehung der Schulgeschichte vor hundert Jahren bis heute immer mal wieder in den Lehrplan mit einbauen. Auch die beiden Lehrer Müller und Silvia Vukovic, die in Vertretung von Ute Kaulfuss eingesprungen war, zeigten sich zufrieden mit dem Engagement, das die Kinder bei dieser Exkursion an den Tag gelegt hatten.

Bericht: Bernhard Voßkühler

Foto: Bernd Müller
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